Der Dom zu Speyer ist das größte erhaltene Bauwerk der Romanik in Deutschland und seit der Zerstörung von Cluny III in ganz Europa. Mit 134 Metern Länge, 33 Metern Höhe und 14 Metern Spannweite im Mittelschiff erreicht er die Dimensionen gotischer Kathedralen.
Die Förderung des Doms durch die salischen Kaiser und ihre gemeinsame Grablege, die als Besonderheit gelten muss, machte den Speyerer Dom zum Kaiserdom schlechthin.
In vielfältiger Hinsicht ist er darüber hinaus technisch und baukünstlerisch innovativ. Aufgrund seiner Monumentalität, aber auch wegen des beeindruckenden Innenraumes und der Krypta, die zu den größten und schönsten Unterkirchen zählt, ist der Dom das hervorragendste Werk der frühen salischen Baukunst. Er wurde vorbildhaft für die weitere Entwicklung des romanischen Kirchenbaus.
Dabei entstand das Bauwerk keinesfalls als einheitliche Planschöpfung. Der Dom war zunächst viel kürzer und niedriger konzipiert. Mehrere entscheidende Änderungen des Planes sind erkennbar, und die schlussendliche Form entstand durch Kompromisse in der langen Phase der Umbauten und Renovierungen.